Unterwolle

Wir haben uns für einen kurzhaarigen Hund entschieden, weil das ja so schön praktisch ist – der pflegt sich quasi von selbst. Dachten wir – ha, ha! Tatsächlich tragen Labradore ein kurzes, glattes Fell, das eigentlich nicht verfilzen kann. Schaut man allerdings unter das glänzende Deckhaar, macht man Bekanntschaft mit der Unterwolle. Und davon hat diese Rasse (sowie z. B. auch der Golden Retriever, Australian Shepherd, Border Collie, Berner Sennen- und Schäferhund) genügend! Besonders in den Sommermonaten macht sich der versteckte Pelz bemerkbar, wenn die Fellnase zu müffeln beginnt … (Dieser Beitrag entstand in freundlicher Kooperation mit Fressnapf und enthält Werbung durch Verlinkung)

Weich, dicht, flauschig und einen Tick heller als das Deckhaar schützt die Unterwolle u. a. vor Kälte und Nässe.

Talgdrüsen sorgen für eine Art imprägnierenden Schutzfilm, der kaum ein Tröpfchen Wasser an die Haut lässt. Diese Eigenschaft ist Fluch und Segen zugleich – denn während die Wolle den Hund bei Wind und Wetter schützt, erschwert zuviel davon die Atmung der Haut und bildet eine ideale Brutstätte für Parasiten und Bakterien. Schuppen, Ekzemen, Entzündungen und weniger angenehmen Gerüchen kann man zum Glück ganz einfach mit der richtigen Fellpflege entgegen wirken – einen passenden Ratgeber-Artikel findet ihr auch hier*.

Unterwolle

Während sich die Unterwolle bei Rassen wie dem Labrador im Winter kaum unangenehm bemerkbar macht und trocken ca. 1-2 Mal pro Woche mit dem entsprechenden Werkzeug locker aus dem Pelz gebürstet wird, haben wir im Sommer gefühlt mehr Aufwand. Denn durch das regelmäßige Baden und warme bis schwüle Temperaturen bleibt die Unterwolle lange feucht und mieft so vor sich hin …

Das Ausbürsten der Wolle funktioniert super mit dem entsprechenden Werkzeug – hier haben wir prima Erfahrungen mit dem Furminator gemacht (wie ihr auf den Fotos erkennen könnt). Angenehmer für den Hund ist es, das Fell im trockenen Zustand zu kämmen, da die Bürste so besser durch die Unterwolle gleiten kann. Wichtig ist, dabei nicht zu übertreiben – lediglich die losen, abgestorbenen Haare sollen entfernt werden. Auf keinen Fall die gesamte Unterwolle!

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Auch ein zu starkes Aufdrücken mit der Drahtbürste solltet ihr vermeiden, um keine Kratzer oder Verletzungen der Haut hervor zu rufen. So kann eure Fellnase die Prozedur richtig genießen! Bei uns wird z. B. ganz gemütlich abends gebürstet, wobei sich Henry super entspannt von einer Seite auf die andere rollt und freiwillig die Beinchen anhebt, damit wir besser an den Bauch kommen. Nach wenigen Strichen haben wir meist schon ein ordentliches Büschel zusammen, das zu einem ausgewachsenen Wollknäuel wächst; inklusive allem, was Hund erstaunlicherweise noch so im Fell mit sich herumträgt …

Unterwolle

Unterwolle

Toll am Auskämmen der Unterwolle ist – neben einem anschließend glatt anliegenden, glänzenden Deckfell – auch, dass man die Fellnase während dessen genauer unter die Lupe nehmen und Schuppen, Kratzer, Zecken und Co. rechtzeitig entdecken und behandeln kann. Wenn wir beim Bürsten z. B. verstärkt Schüppchen entdecken, gibt´s direkt eine Kieselerde-Kur ins Futter (diese reduziert oft auch Haarausfall). Nicht zu unterschätzen ist neben der richtigen Fellpflege auch eine ausgewogene, an die individuellen Bedürfnisse eures Hundes angepasste Fütterung. Die Zugabe von Ölen, Bierhefe und Co. sorgt für einen glänzenden und gesunden Pelz. Wenn der Vierbeiner trotzdem gefühlt aus dem Jucken nicht mehr rauskommt, wird bei uns auch mal mit einem hautberuhigenden Hundeshampoo gebadet.

Ach ja, der Feelgood-Faktor: Die entspannende Massage-Wirkung und soziale Komponente richtiger Fellpflege sorgen außerdem dafür, dass sich die Fellnase entspannen und eine vertrauensvolle Bindung vertiefen kann. Und während wir bei 25 Grad Außentemperatur vor uns hin bürsten, und der Wollberg wächst und wächst, überlegen wir ob Hundewollpullover nicht vielleicht eine echte Marktlücke wären – sozusagen von Hunden mit an Hunde ohne Unterwolle. Dalmatiner, Rhodesian Ridgebacks, Boxer, Bulldoggen und Co. könnten sich dann im Winter einfach einen original Retriever-Mantel anziehen. Wie wir finden, die einzig vertretbare Weise echten Pelz zu tragen!

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